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EG - Gesamtzuglängen

Ein wichtiges Eckmaß der Technik für Ihren Gesamtzug

Bei der Konfiguration und Konstruktion von Gesamtzügen kommt es immer wieder zum Thema der Gesamtzuglänge.
Dazu existiert seit 1996 die Richtlinie 96/53/EG des Rates der
EG. Weiterhin gültig ist in Deutschland die StVZO. Diese bringt allerdings nur im innerdeutschen Verkehr Vorteile.

Als Solofahrzeug darf der LKW maximal 12 Meter lang sein und zwar von Stoßstange bis Ende Aufbau. Die größte, zulässige Gesamtlänge eines Lastzuges beträgt 18,75 Meter.

Dazu gelten aber folgende Einschränkungen:

16,40m: Zwischen dem vordersten, äußeren Punkt der Lade- fläche hinter dem Fahrerhaus und dem hintersten, äußeren Punkt des Anhängers der Fahrzeugkombination. Dies gilt für die Aufbaulänge, unabhängig von der Länge des Fahrerhauses, da hierfür immer 2350 mm zur Verfügung stehen, die alle LKW- Hersteller bei Ihren Fernverkehrsfahrzeugen einhalten.

15,65m: Zwischen dem vordersten, äußeren Punkt der Lade- fläche hinter dem Fahrerhaus und dem hintersten, äußeren Punkt des Anhängers der Gesamtzugkombination, abzüglich des Abstands zwischen der hinteren Begrenzung des Kraftfahrzeugs und der vorderen Begrenzung des Anhängers (nutzbare Lade- fläche).

Dies bedeutet, dass der Abstand zwischen den Aufbauten des LKWs und des Anhängers mindestens 750 mm betragen muss. Es macht also keinen Sinn mehr, tiefgekuppelte Zentralachs- anhänger noch zusätzlich mit technischen Systemen kurz zu kuppeln.
Aus dieser Abmessung ergibt sich immer eine Ladelänge von 38 Europaletten, die entsprechend auf den LKW-Aufbau und den Anhänger-Aufbau verteilt werden können.

Wie erkenne ich die Gesamtlänge meines Lastzuges?

Hierzu ist ein Blick in die jeweiligen Fahrzeugpapiere des LKWs und des Anhängers erforderlich. Im Bereich der Bemerkungen (Ziffer 33) wird beim LKW das A-Maß (= Maß von der Stoßstange bis zu Mitte der Anhängerkupplung) und beim Anhänger das B- Maß (= Mitte Zugöse bis Ende Aufbau) eingetragen. Diese beiden Maße addiert ergeben die Gesamtlänge.

Folgende Punkte sind dabei zusätzlich beachten:

A) Es gibt Teile die nicht zu der Gesamtzuglänge gehören:

  1. Wischer- und Waschereinrichtungen
  2. vordere und hintere Kennzeichenschilder
  3. Befestigungs- und Schutzeinrichtungen für Zollplomben
  4. Einrichtungen zur Sicherung der Plane und ihre Schutzvorrichtungen
  5. lichttechnische Einrichtungen
  6. Spiegel und andere Systeme für indirekte Sicht
  7. Sichthilfen
  8. Luftansaugleitungen
  9. Längsanschläge für Wechselaufbauten
  10. Trittstufen und Handgriffe
  11. Stoßfängergummis und ähnliche Vorrichtungen
  12. Hubladebühnen, Ladebrücken und vergleichbare Einrichtungen in Fahrtstellung
  13. Verbindungseinrichtungen bei Kraftfahrzeugen
  14. bei anderen Fahrzeugen als Sattelkraftfahrzeugen Kühl- und andere Nebenaggregate, die sich vor der Ladefläche befinden
  15. Stangenstromabnehmer von Elektrofahrzeugen
  16. äußere Sonnenblenden
B) Bei Wechselverkehrsfahrzeugen muss der mitgeführte, aus- tauschbare Ladungsträger nach STVZO §32.4 mit zur Gesamt- länge dazu gezählt werden und ist nicht wie oft irrtümlich an- genommen ein Teil der Ladung.
Achtung: Mancher Anhängerhersteller rechnet diese bei der Angabe des B-Maßes nicht an. Hierzu wird in der EG-Regel keine Aussage getroffen.

C) Laut EG-Richtlinie gibt es keine Toleranzen mehr. Die Maße sind allerdings sehr ungenau in Meter angegeben. Die tech- nischen, bei der Produktion entstehenden Toleranzen, machen es unmöglich, hier das genaue Maß zu treffen. In der Praxis werden daher gemessene Mehrlängen von 100 - 200 mm toleriert. Problematisch wird es allerdings wenn bei Wechsel- verkehrsfahrzeugen mit einem Drehschemelanhänger zwei Wechselbrücken mit Aufbaulänge 782 aufgenommen werden. Dann kommen bis zu 750 mm Überlänge zu Stande und der LKW bleibt bei der Kontrolle stehen.

Auch in Zukunft erwarten uns neue Herausforderungen:

Im Versuch sind derzeit Euro Combis die Gesamtzuglängen bis zu 25,25 Meter haben dürfen. Diese sind in Deutschland aber gesondert zulassungspflichtig und nur auf bestimmten Straßen freigegeben. Drei bei MILDNER hergestellte 3-Achs-BDF-782-Fahrzeuge mit Tiefkupplung und zusätzlich über einen Dolly angehängten Sattelauflieger, ziehen bereits auf Deutschlands Straßen Ihre Kreise.

Weiterhin gibt es einen Vorschlag der EU-Kommision für einen „Ökocombi Light“ mit einer Gesamtzuglänge von 20,75 Metern. Dies würde zu einer Ladelänge von insgesamt 42 Europlaletten führen

Wir werden Ihnen zu diesen zukunftsweisenden Themen früh- zeitig Diskussions- und Lösungsvorschläge präsentieren.

Der Artikel gibt die Meinung des Verfassers wieder und kann nicht als Rechtsgrundalge verwendet werden.

 
 
 
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